Heilpflanze Königskerze


Bei trockenem als auch bei produktivem Husten hilfreich.

Als eines der wenigen pflanzlichen Hustenmittel enthält die Königskerze sowohl schleimlösende Saponine als auch reizlindernde Schleimstoffe. Unterstützt werden diese in ihrer Wirkung durch die antibakteriell wirkenden Iridoide.

Die Königskerze eignet sich folglich bei trockenen Hustenattacken und auch bei produktivem Husten. Darüber hinaus hilft ein aus den Blüten bereiteter Tee oder Sirup auch bei Halsschmerzen. Denn auch hier schützen die Schleimstoffe die irritierten und gereizten Schleimhäute und mildern auf diese Weise Heiserkeit und Schmerzen.

Die Königskerze kann sowohl als Tee als auch in Form eines Hustensirups eingenommen werden. Aufgrund des Wirkmusters eignet sich diese besonders in Teemischungen mit Thymian, Eibisch oder Spitzwegerich. Die gelben Blüten sind aber auch optisch ein Highlight und werten jede Teemischung visuell auf.

Die mittlere Tagesdosierung für Erwachsene liegt bei 4 bis 6 g der getrockneten Blüten, aufgeteilt auf drei bis vier Tassen Tee pro Tag. Die Königskerze überzeugt übrigens auch durch fehlende Nebenwirkungen.

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Das hilft bei trockenen Augen


Vier bis zehn Prozent der Erwachsenen haben das Sicca-Syndrom.

Wird das Auge nicht optimal befeuchtet, spricht man von einer Benetzungsstörung. Diese wird auch „Sicca-Syndrom“ oder „Trockenes-Auge-Syndrom“ genannt. Betroffene haben neben trockenen Augen auch mit geröteten, juckenden oder brennenden Augen zu kämpfen. Weitere mögliche Anzeichen sind Lichtempfindlichkeit oder ein Fremdkörpergefühl. Es mag seltsam klingen, aber auch tränende Augen – vor allem bei Wind und Kälte – können auf das Sicca-Syndrom hindeuten.

Es gibt eine ganze Reihe an Faktoren, die Augentrockenheit begünstigen können: Wind, Kälte, Bildschirmarbeit, das Tragen von Kontaktlinsen, Heizungsluft oder Klimaanlagen. Zudem können manche Krankheiten wie Diabetes, Parkinson oder allergisch bedingte Augenerkrankungen sowie manche Arzneimittel zu trockenen Augen führen.

Ein Verdacht auf das Sicca-Syndrom sollte ärztlich abgeklärt werden. Beseitigen Sie mögliche Auslöser. Tränenersatzmittel lindern die Beschwerden, da sie das Auge und das Lid mit Feuchtigkeit versorgen. Tagsüber eignen sich befeuchtende Augentropfen, abends können auch spezielle Salben oder Gele benutzt werden, deren Einwirkzeit etwas länger dauert. Statt Tropfen sind auch Sprays erhältlich.

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Taube Hände: Das Karpaltunnelsyndrom

Wenn die Hände häufig und dauerhaft einschlafen, ist die Ursache oft eine Nerven-Einengung. 

Bei vielen Menschen treten taube Hände häufig auf und vergehen leider nicht mehr. Dann sind vermutlich Nerven beleidigt, und das muss schnell behandelt werden.

Das Karpaltunnelsyndrom (KTS) ist ein typisches Nervenkompressionssyndrom. Dabei wird der Nervus Medianus im Bereich der Handwurzel eingeengt, was Beschwerden verursacht. Unter dem Karpaltunnel kann man sich eine tunnelförmige Röhre vorstellen, in der Nerven, Sehnen und Blutgefäße vom Unterarm zur Hand laufen. Damit werden Bewegungen unserer Finger aber auch das Gefühl und Durchblutung gesteuert.

Wird dieser Kanal durch Verletzungen, Entzündungen, Infektionen oder laufende Überbelastung geschädigt und verengt, kommt es zu den typischen Symptomen: Die Hände oder einzelne Finger schlafen ein. Am stärksten spürt man das Einschlafen im Daumen, Zeige- und Mittelfinger, manchmal auch auf der dem Daumen zugewandten Seite des Ringfingers. Diese Finger werden nämlich durch den Nervus Medianus versorgt.

Bei leichten Beschwerden sollte anfänglich immer konservativ behandelt werden. Dies kann durch physikalische Therapien wie Elektrobehandlungen, Zellbäder und Ultraschall für das Handgelenk genauso erfolgen wie durch heilgymnastische Übungen. Stellt sich mit allen konservativen Behandlungen kein ausreichender Erfolg ein, kann die Engstelle im Karpaltunnel, die auf den Nerv drückt, operativ gelöst werden.

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Heilpflanze Ginseng

Die asiatische Heilpflanze hilft unter anderem bei Müdigkeit und Leistungsdruck.

In weiten Teilen Asiens wird Ginseng als die „Wurzel des Lebens“ bezeichnet. Es ist eines der wichtigsten Heilmittel der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und wird bei einer Vielzahl von Erkrankungen unterstützend eingesetzt. Besonders geschätzt wird die Wurzel wegen ihrer kräftigenden Wirkungen bei nachlassender Leistungsfähigkeit und Müdigkeitsanfällen.

In der Ginsengwurzel befinden sich so genannte Ginsenoside, denen man zahlreiche Wirkungen zuschreibt. Diese verringern unter anderem die Anfälligkeit gegenüber Infektionskrankheiten und stressbedingten Erschöpfungszuständen. Auch die Dauer und Schwere von Erkältungen wird durch die Wirkstoffe reduziert. Beobachtungen zeigten, dass die Einnahme von Ginseng nach Operationen zu einer schnelleren Erholung beiträgt. Klinisch erwiesen ist auch eine Reduktion des bei Krebspatienten häufig auftretenden Fatigue, einem ausgeprägten Müdigkeitssyndrom.

In klinischen Studien konnte durch die Einnahme von Ginseng zudem die Konzentrationsfähigkeit, das Reaktionsvermögen und die geistige Leistungsfähigkeit verbessert werden. Ginseng wird am besten in Form standardisierter Präparate eingenommen. Für eine optimale Wirkung ist eine ausreichend hohe Tagesdosierung von 200 bis 400 mg des Extraktes nötig.

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Wie wendet man einen Inhalator an?


Häufig kommen Inhalatoren bei chronischen Lungenkrankheiten zum Einsatz.

Die Verwendung von Inhalatoren hat den Vorteil, dass der Wirkstoff direkt an den Wirkort gelangt und niedrige Dosen ausreichend sind. Speziell bei chronischen Lungenkrankheiten wie Asthma oder COPD, aber auch bei akuten Lungenerkrankungen kommt die Inhalationstherapie zum Einsatz.

Die wichtigsten Schritte bei der Anwendung eines Inhalators sind:

  • Inhalator vorbereiten
  • eine aufrechte Position einnehmen
  • langsam und entspannt ausatmen, dabei nicht in den Inhalator atmen
  • Inhalator zwischen die Zähne nehmen und mit den Lippen umschließen
  • bei Dosieraerosolen langsam und tief einatmen und gleichzeitig den Sprühstoß auslösen
  • bei Pulverinhalatoren schnell und tief einatmen, um so die Dosis freizusetzen
  • für fünf bis zehn Sekunden die Luft anhalten, damit sich der Wirkstoff auf das Lungengewebe absenken kann
  • schließlich entweder mit geschlossenem Mund durch die Nase oder durch die Lippenbremse ausatmen
  • Inhalator wieder verschließen

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Heilpflanzen: Löwenzahn


Die Bitterstoffe des Löwenzahns regen die Verdauung an.

Für die anregende Wirkung auf die Verdauungstätigkeit sind die in der Löwenzahnwurzel und dem Kraut enthaltenen Bitterstoffe verantwortlich. Über den bitteren Geschmack kommt es reflektorisch zu einer verstärkten Freisetzung von diversen Verdauungssäften, einschließlich der Gallenflüssigkeit. Dadurch wird die Verdauungstätigkeit insgesamt verbessert.

Aufgrund der Bitterstoffe und der vermehrten Produktion von Verdauungssäften wirkt sich Löwenzahn auch bei Appetitlosigkeit und bei Blähungen positiv auf die Beschwerden aus.

Für einen Gebrauch von Löwenzahn spricht auch die Tatsache, dass sowohl Kraut als auch Wurzel sehr gut verträglich sind. Lediglich bei bestehendem Sodbrennen oder Magenschleimhautentzündung können sich die Beschwerden durch die vermehrte Bildung von Magensäure mit der Anwendung von Löwenzahn verschlechtern.

In der Apotheke sind Fertigpräparate, Frischpflanzensäfte und Tees mit Löwenzahn erhältlich. Lassen Sie sich am besten beraten.

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Wärme hilft beim Hexenschuss


Entspannte Bewegung ist bei einem Hexenschuss besser als strikte Bettruhe.

Eine unbedachte, falsche Bewegung – und schon ist ein Hexenschuss (Lumbago) aufgetreten. Dabei handelt es sich um eine Wirbelblockade im Lendenwirbelbereich. Der akute, stechende Schmerz sitzt also zwischen dem Gesäß und dem unteren Rippenbogen. Er wird meist als bohrend, ziehend oder stechend empfunden und passiert beim Bücken, Aufrichten, Drehen oder Heben. Für gewöhnlich dauert ein Hexenschuss zwischen einem Tag und einer Woche.

Viele glauben, dass strikte Bettruhe bei einem Hexenschuss das Beste ist. In Wahrheit wird davon abgeraten. Nach kurzer Schonung sollte man sich möglichst bald wieder normal bewegen. Die Beschwerden klingen dann nämlich schneller ab.

Betroffene empfinden Wärme als angenehm. Verkrampfte Muskeln werden entspannt und Schmerzen werden gelindert. Geeignet sind zum Beispiel Bäder mit Kräuterzusätzen, Fango-Packungen, Wärme-Pflaster aus der Apotheke oder Wärmflaschen. Eine Massage, Akupunktur oder ein Saunabesuch entspannen ebenfalls.

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Reiseapotheke: Das muss mit


Eine gut sortierte Reiseapotheke kann den Urlaub retten. 

Beim Packen der Reiseapotheke sollte man ein paar Dinge beachten: Sie sollte zum Beispiel auf das Reiseziel und auf die Reisenden abgestimmt sein. Begutachten Sie auch Ihren Impfpass. Wenn der Urlaub in die Ferne geht, sollten Sie sich vorab über notwendige Impfungen informieren. Machen Sie heuer Urlaub in Österreich? Es kann nicht schaden, nachzusehen, ob Sie eine Auffrischung der Zeckenimpfung brauchen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Impfungen fällig sind, können Sie mit Ihrem Impfpass auch einfach in die nächste Apotheke gehen. Dort kann man Ihnen genau sagen, wie es um Ihren Impfstatus steht. Der Apotheker weiß auch bei allen Fragen rund um die Haus- und Reiseapotheke Rat.

Grundsätzlich sollte die Basisausstattung Folgendes beinhalten: Pflaster und Verbandsmaterial, Präparate gegen Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, Schmerzen, Fieber, Erkältungen, Husten, Schnupfen, Insektenstiche und ein Fieberthermometer. Achten Sie zudem darauf, Ihre Dauermedikation in ausreichender Menge mitzunehmen. Bei Flugreisen ist diese am besten im Handgepäck aufgehoben, da Koffer bekanntlich hin und wieder verloren gehen.

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Kinder-Hautpflege: Auf diese Stoffe ist zu achten

Passen ätherische Öle, Kamille, Ringelblume, Parabene und Paraffine zu empfindlicher Kinderhaut?

Der Markt für Kinderpflegeprodukte ist groß. Daher ist die richtige Wahl nicht immer einfach, Experten können jedoch beruhigen: Bei unproblematischer Kinderhaut, die keine spezielle medizinische Hautpflege benötigt, gibt es nur wenige Grundsätze zu beachten.
So wird etwa geraten, in der Kinderhautpflege auf das Konservierungsmittel Parabene zu verzichten. Die Studienlage über die Auswirkungen dieses Stoffes ist sehr unterschiedlich und Langzeituntersuchungen am Menschen fehlen. Viele Hersteller kommen der Experten-Forderung inzwischen nach und kennzeichnen ihre Produkte mit Aufdrucken wie „parabenfrei“ oder „Ohne Konservierungsmittel“. Ist kein Aufdruck zu finden, lohnt sich ein Blick auf die Inhaltsstoffe. Hier verbergen sich die Parabene hinter Bezeichnungen wie Butylparaben, Ethylparaben oder auch Isobutylparaben.

Ebenfalls als umstritten gelten Paraffine, was vor allem an ihrer Wirkung liegt. Paraffine legen sich wie ein Film über die Haut, wodurch der Feuchtigkeitsgehalt der oberen Hautschicht erhöht und der Wasserverlust reduziert wird. Die Haut fühlt sich zwar oberflächlich weich an, die unteren Hautschichten aber werden nicht ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt. Zusätzlich könne die Hautatmung beeinträchtigt werden und ein Hitzestau entstehen, befürchten einige Experten.
Als Alternative stehen pflanzliche Öle zur Verfügung. Ihr großer Vorteil ist die strukturelle Ähnlichkeit mit dem menschlichen Hautfett, so dass Pflanzenöle auch in tiefe Hautschichten vordringen und Feuchtigkeit binden können. Qualitativ hochwertige Kinderpflegeprodukte und die notwendige Beratung dazu erhalten Sie in Ihrer Apotheke.

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Heilpflanzen: Mutterkraut


Mutterkraut wirkt schmerzlindernd, entzündungshemmend und antimikrobiell und hilft bei Migräne.

Etwa zehn Prozent der Bevölkerung sind von Migräne betroffen – Frauen deutlich häufiger als Männer. Ausgelöst bzw. verstärkt wird Migräne von verschiedenen Faktoren. Dazu gehören Hormonschwankungen, Stress oder Wetterumschwünge.
In mehreren so genannten Doppelblindstudien zeigte Mutterkraut (Tanacetum parthenium) bei Migränepatienten eine gute Wirksamkeit. Bei regelmäßiger Einnahme konnten die Anzahl und die Schwere der Migräneanfälle deutlich gemildert werden. Außerdem kam es zu einer Verbesserung der Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Schwindel und Erbrechen.
Mutterkraut wird für gewöhnlich als Tee oder als standardisiertes Fertigpräparat eingenommen. Lassen Sie sich zur Art, Dosierung und Dauer der Einnahme am besten in Ihrer Apotheke beraten. Bei einer Allergie gegen Korbblütler sollte man aber besser auf Mutterkraut verzichten.

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