Heilpflanze Fenchel


Hilfreich bei Husten oder Verdauungsproblemen

Die Wirksubstanzen des Fenchels finden sich vor allem im ätherischen Öl. Dieses wirkt krampflösend, antibakteriell, entzündungshemmend, schleimlösend und regt die Freisetzung diverser Verdauungssäfte an. Fenchel ist dadurch sehr vielfältig einsetzbar und empfiehlt sich sowohl bei Völlegefühl, krampfartigen Bauchschmerzen, Blähungen, als auch bei Husten.

Neben dem Tee aus den Früchten eignen sich bei Verdauungsbeschwerden auch Massageöle oder Salben für die äußerliche Anwendung. Hierfür wird die Ölmischung oder die Salbe am Bauch im Uhrzeigersinn einmassiert. Das ätherische Öl sollte für diese Zubereitungen allerdings nur in kleinen Mengen verwendet und generell nicht innerlich eingenommen werden. Das Fenchelöl enthält nämlich das in hohen Dosen gesundheitsschädliche Estragol.

In den arzneilich genutzten Kultursorten findet sich Estragol nur in sehr geringen Mengen. Deshalb gilt für Erwachsene die empfohlene Tagesdosierung von 7 g der getrockneten Früchte, aufgeteilt auf drei bis vier Tassen Tee pro Tag, als sicher.

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Heilpflanze Hopfen


Hopfen kann die Einschlafzeit verkürzen.

Hopfenzapfen wirken schlafanstoßend und beruhigend, wodurch sich die Einschlafzeit verkürzt. Schlafprobleme können auf diese Weise sanft gebessert werden. Zusätzlich lindert Hopfen Nervosität und Angstzustände. Innerlich als Tee eingenommen kann Hopfen zudem auch die Verdauung anregen, wodurch Völlegefühl, Blähungen, aber auch Appetitlosigkeit gebessert werden können.

Die empfohlene Tagesdosierung liegt bei ein- bis zweimal täglich je 1 Teelöffel (0,5 g) der getrockneten Hopfenzapfen pro Tasse Tee. Die Teemischung kann man mit den ebenfalls entspannend wirkenden Melissenblättern kombinieren. So schmeckt der Tee weniger bitter.

Neben Tee eignet sich bei Einschlafstörungen auch ein mit Hopfen gefülltes Kissen. Dieses muss allerdings wöchentlich erneuert werden, da sich die enthaltenen Wirksubstanzen verflüchtigen.

In der Apotheke bekommen Sie nicht nur Hopfenzapfen zur Zubereitung eines Tees oder eines Kräuterkissens, sondern Sie finden dort auch verschiedene Kapseln, Tabletten und Dragees mit Hopfen in Kombination mit anderen beruhigenden Heilpflanzen wie Melisse, Baldrian oder Passionsblume. Hopfen gilt als gut verträglich.

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Heilpflanze Zistrose


Die Zistrose kann bei vielen Beschwerden eingesetzt werden – zum Beispiel bei grippalen Infekten, Durchfall und Hauterkrankungen.

Extrakte aus der Zistrose wirken gegen Viren und Bakterien und kurbeln das Immunsystem an. Weiter führt die Pflanze bei Infektionen der Atemwege zu einer schnelleren Genesung und auch die Beschwerden der Erkrankung werden gelindert.
In der Volksmedizin des Mittelmeerraumes gilt Zistrose darüber hinaus als ein Heilmittel bei Durchfall und Hauterkrankungen. Aus der Kretischen Zistrose gewinnt man zudem das so genannte Ladanum, ein Harz das bereits im alten Ägypten als Räuchermittel und in späteren Jahrhunderten zur Behandlung von Atemwegsinfekten und Hauterkrankungen verwendet wurde.
Anwendungstipps:

  • Eine Tasse Zistrosentee bereitet man aus 1,5 g Zistrosenblättern oder -kraut. Dieses wird hierfür mit 150 ml kochendem Wasser übergossen und nach ca. 5 Minuten abgeseiht. Pro Tag kann man zwei bis drei Tassen dieses Tees trinken.
  • Wegen der enthaltenen Gerbstoffe eignet sich der Tee auch zur Linderung von Schleimhautreizungen im Mund- und Rachenraum.
  • Neben dem getrockneten Kraut ist Zistrose in Form hochangereicherter Extrakte als Kapseln, Lutschtabletten oder als Saft erhältlich.

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Heilpflanze Königskerze


Bei trockenem als auch bei produktivem Husten hilfreich.

Als eines der wenigen pflanzlichen Hustenmittel enthält die Königskerze sowohl schleimlösende Saponine als auch reizlindernde Schleimstoffe. Unterstützt werden diese in ihrer Wirkung durch die antibakteriell wirkenden Iridoide.

Die Königskerze eignet sich folglich bei trockenen Hustenattacken und auch bei produktivem Husten. Darüber hinaus hilft ein aus den Blüten bereiteter Tee oder Sirup auch bei Halsschmerzen. Denn auch hier schützen die Schleimstoffe die irritierten und gereizten Schleimhäute und mildern auf diese Weise Heiserkeit und Schmerzen.

Die Königskerze kann sowohl als Tee als auch in Form eines Hustensirups eingenommen werden. Aufgrund des Wirkmusters eignet sich diese besonders in Teemischungen mit Thymian, Eibisch oder Spitzwegerich. Die gelben Blüten sind aber auch optisch ein Highlight und werten jede Teemischung visuell auf.

Die mittlere Tagesdosierung für Erwachsene liegt bei 4 bis 6 g der getrockneten Blüten, aufgeteilt auf drei bis vier Tassen Tee pro Tag. Die Königskerze überzeugt übrigens auch durch fehlende Nebenwirkungen.

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Heilpflanze Ginseng

Die asiatische Heilpflanze hilft unter anderem bei Müdigkeit und Leistungsdruck.

In weiten Teilen Asiens wird Ginseng als die „Wurzel des Lebens“ bezeichnet. Es ist eines der wichtigsten Heilmittel der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und wird bei einer Vielzahl von Erkrankungen unterstützend eingesetzt. Besonders geschätzt wird die Wurzel wegen ihrer kräftigenden Wirkungen bei nachlassender Leistungsfähigkeit und Müdigkeitsanfällen.

In der Ginsengwurzel befinden sich so genannte Ginsenoside, denen man zahlreiche Wirkungen zuschreibt. Diese verringern unter anderem die Anfälligkeit gegenüber Infektionskrankheiten und stressbedingten Erschöpfungszuständen. Auch die Dauer und Schwere von Erkältungen wird durch die Wirkstoffe reduziert. Beobachtungen zeigten, dass die Einnahme von Ginseng nach Operationen zu einer schnelleren Erholung beiträgt. Klinisch erwiesen ist auch eine Reduktion des bei Krebspatienten häufig auftretenden Fatigue, einem ausgeprägten Müdigkeitssyndrom.

In klinischen Studien konnte durch die Einnahme von Ginseng zudem die Konzentrationsfähigkeit, das Reaktionsvermögen und die geistige Leistungsfähigkeit verbessert werden. Ginseng wird am besten in Form standardisierter Präparate eingenommen. Für eine optimale Wirkung ist eine ausreichend hohe Tagesdosierung von 200 bis 400 mg des Extraktes nötig.

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Heilpflanzen: Löwenzahn


Die Bitterstoffe des Löwenzahns regen die Verdauung an.

Für die anregende Wirkung auf die Verdauungstätigkeit sind die in der Löwenzahnwurzel und dem Kraut enthaltenen Bitterstoffe verantwortlich. Über den bitteren Geschmack kommt es reflektorisch zu einer verstärkten Freisetzung von diversen Verdauungssäften, einschließlich der Gallenflüssigkeit. Dadurch wird die Verdauungstätigkeit insgesamt verbessert.

Aufgrund der Bitterstoffe und der vermehrten Produktion von Verdauungssäften wirkt sich Löwenzahn auch bei Appetitlosigkeit und bei Blähungen positiv auf die Beschwerden aus.

Für einen Gebrauch von Löwenzahn spricht auch die Tatsache, dass sowohl Kraut als auch Wurzel sehr gut verträglich sind. Lediglich bei bestehendem Sodbrennen oder Magenschleimhautentzündung können sich die Beschwerden durch die vermehrte Bildung von Magensäure mit der Anwendung von Löwenzahn verschlechtern.

In der Apotheke sind Fertigpräparate, Frischpflanzensäfte und Tees mit Löwenzahn erhältlich. Lassen Sie sich am besten beraten.

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Heilpflanzen: Mutterkraut


Mutterkraut wirkt schmerzlindernd, entzündungshemmend und antimikrobiell und hilft bei Migräne.

Etwa zehn Prozent der Bevölkerung sind von Migräne betroffen – Frauen deutlich häufiger als Männer. Ausgelöst bzw. verstärkt wird Migräne von verschiedenen Faktoren. Dazu gehören Hormonschwankungen, Stress oder Wetterumschwünge.
In mehreren so genannten Doppelblindstudien zeigte Mutterkraut (Tanacetum parthenium) bei Migränepatienten eine gute Wirksamkeit. Bei regelmäßiger Einnahme konnten die Anzahl und die Schwere der Migräneanfälle deutlich gemildert werden. Außerdem kam es zu einer Verbesserung der Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Schwindel und Erbrechen.
Mutterkraut wird für gewöhnlich als Tee oder als standardisiertes Fertigpräparat eingenommen. Lassen Sie sich zur Art, Dosierung und Dauer der Einnahme am besten in Ihrer Apotheke beraten. Bei einer Allergie gegen Korbblütler sollte man aber besser auf Mutterkraut verzichten.

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Heilpflanzen: Quendel


Hilfreich bei verschleimten Atemwegen und bei Muskelverspannungen.

In der europäischen Volksmedizin galt Quendel lange Zeit als wichtiges Heilmittel in der Frauenheilkunde, als Beruhigungsmittel und als Heilmittel bei Hauterkrankungen. Zumindest seit dem 16. Jahrhundert ist auch die Verwendung als Hustenmittel belegbar.

Wirkstoff des Quendels ist vor allem das aromatisch riechende ätherische Öl. Dieses wirkt in erster Linie schleim- und krampflösend, weshalb sich ein Tee oder ein Hustensirup hervorragend bei verschleimten Atemwegen und leichten krampfhaften Hustenattacken eignen.
Neben dem Tee lässt sich aus Quendel auch ein Badezusatz und ein alkoholisches Einreibemittel herstellen. Diese wirken an der Haut durchblutungsfördernd und bessern Muskelbeschwerden wie Muskelverspannungen oder -kater.

Außerdem bewirkt die ebenfalls im Quendel enthaltene Rosmarinsäure entzündungshemmende Effekte, wodurch diese auch leicht schmerzstillend wirken.
Quendel gilt als sehr gut verträglich, relevante Nebenwirkungen sind in der üblichen Tagesdosierung nicht zu erwarten.

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Heilpflanzen: Salbei


Bei Halsschmerzen, Aphten und Schweißausbrüchen

Salbei zählt aufgrund seiner vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten seit Jahrhunderten zu den wichtigsten Heilpflanzen Europas. Das enthaltene ätherische Öl und die Gerbstoffe mindern Entzündungen und fördern deren schnelle Abheilung. Besonders die Gerbstoffe führen zu einer Reizlinderung an den Schleimhäuten. Daher empfehlen sich Zubereitungen mit dieser Heilpflanze bei Halsschmerzen, Zahnfleischentzündungen und Aphten im Mund. Mehrmals täglich gegurgelt führt Salbeitee zu einer deutlichen Verbesserung entzündeter und schmerzhafter Schleimhäute im Hals- und Rachenbereich.

Weitere mögliche Einsatzgebiete sind Verdauungsbeschwerden und Blähungen, da Salbei die Produktion von Magensäften anregt. Nicht zuletzt können Salbei-Zubereitungen auch bei aufsteigenden Wärmegefühlen, übermäßigem Schwitzen und nächtlichen Schweißausbrüchen helfen. In der Apotheke gibt es neben Salbei-Blättern auch eine Auswahl an Salbei-Präparaten, z. B. Kapseln, Tabletten, Tropfen oder Tee.

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Heilpflanzen: Kamille


Kamille hilft gegen Entzündungen.

In erster Linie wirken Kamillenblüten entzündungshemmend und krampflösend. Da sie sehr mild wirken, eignen sie sich auch für Kinder.

  • Kamillenblüten helfen bei Gastritis und krampfartigen Schmerzen im Magen-Darm-Bereich.
  • Kamillenblüten eignen sich auch zur Behandlung akuter Entzündungen im Mund- und Rachenraum.
  • Inhalationen mit Kamillenblüten helfen darüber hinaus auch bei Stirn- und Nasennebenhöhlenentzündungen.
  • Sitzbäder sind bei entzündlichen Erkrankungen des Anal- und Genitalbereichs – wie Hämorrhoiden und bei Menstruationsbeschwerden – sinnvoll.
  • Da Kamillenblüten auch das Wachstum bestimmter Bakterien und Pilze hemmen, werden diese gemeinsam mit Eichenrindenbädern zur Wundheilung verwendet.

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